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Dein Verstand besitzt die natürliche Fähigkeit, still zu sein. Wenn er still wird, bist du mit deinem Genius in Kontakt. Albert Einstein sagte, dass ihm die Ideen, die ihn zur Relativitätstheorie führten, in Momenten stiller Reflexion kamen. Mozart hörte Sonaten und Symphonien durch die stillen Weiten seines Geistes hallen. Alles, was er tun musste, war sie niederzuschreiben. Wir wissen, dass Isaac Newton seine Gesetze der Bewegung und Schwerkraft entwickelte, während er unter einem Apfelbaum entspannte. Ob er tatsächlich von einem Apfel am Kopf getroffen wurde oder nicht, ist nicht gewiss, aber es besteht kein Zweifel darüber, dass sein stiller Verstand einen Wissensschatz zu Tage gefördert hat. Wir könnten noch weitere Beispiele nennen, doch Du weißt, worauf ich hinaus will. Ein stiller Verstand besitzt enorme Kreativität. Doch das ist nicht alles. Ein stiller Verstand ist friedvoll, glückselig und gesund, außerdem strahlt er diese Qualitäten durch die ihn tragende Persönlichkeit an seine Umgebung aus. Menschen, die wissen, wie man einen stillen Verstand entwickelt, stehen nicht nur mit ihrer inneren Kreativität in enger Verbindung, sie strahlen auch eine Jugendlichkeit und einen Optimismus aus, der jeden in ihrer Nähe beeinflusst. Sie besitzen „gute Schwingungen".
Wir sprachen in Lektion 11 von Bewusstsein (Gewahrsein – der Beobachter) und von der objektiven Welt (das Beobachtete). Die unserem Bewusstsein zugrunde liegende Natur ist glückselige Stille. Es ist das, was hinter dem Verstand liegt, was erfahren wird, sobald der Verstand zur Ruhe kommt. Es ist ein unbegrenztes Reservoir der gerade erwähnten Eigenschaften, das Reich, welches wir als Gott kennen, immerzu in uns selbst anwesend. Deshalb wird in den Psalmen dazu aufgefordert: "Sei still und wisse, dass ich Gott bin." Um Zutritt zu diesem göttlichen ALLSEIN zu erlangen, müssen wir einzig wissen, wie man still wird.

Meditation ist der Prozess, dem Verstand zu bestimmten Zeiten jeden Tag systematisch zu gestatten, still zu werden. Wenn wir dies über Tage, Wochen, Monate und Jahre praktizieren, kommen Stille und Bewusstheit allmählich auch dann zum Tragen, wenn der Verstand, während wir nicht meditieren, tätig ist. Dadurch wird unser Leben in der Welt bereichert. Durch Meditation wird das Verhältnis zwischen dem Bewusstsein und der Welt schrittweise verändert. Das gehört zum Prozess des Yoga, dem Verbinden. Dies ist der erste Schritt. Entsteht erst einmal glückselige Stille inmitten der täglichen Erlebnisse, können etliche weitere Dinge unternommen werden, um dies zu steigern und auszuweiten. Zuerst jedoch müssen wir eine Grundlage in unserem Bewusstsein schaffen. Wir müssen sozusagen die ruhende innere Saat dessen, was wir sind, erwecken.

Gedanken steigen in unserem Verstand vom Moment des morgendlichen Erwachens bis zu der Minute auf, in der wir abends einschlafen, und viele weitere folgen während unserer Träume. Dennoch behaupten wir, der Verstand hätte eine natürliche Begabung zur Stille. Doch wie? 

Wir bedienen uns eines Gedankens, dies zu erreichen - nicht irgendeines Gedankens, eines speziellen Gedankens, „Mantra" genannt. Wir benützen eine besondere Methode, diesen Gedanken zu denken. Diese gestattet es dem Verstand, das zu tun, was er, wenn ihm nur Gelegenheit gegeben wird, spielend tut, nämlich ruhig zu werden.


Eigentlich könnte jeder Gedanke zur Meditation herangezogen werden, wie das von Forschern über die letzten dreißig Jahre hinweg reichlich demonstriert wurde. Wir wollen jedoch einen bestimmten Gedanken verwenden, einen mit bestimmten Eigenschaften seiner Schwingungen, einen, der einen bestimmten Effekt in unserem Nervensystem verursacht. Auch soll es einer sein, den wir weiterentwickeln können, wenn unsere Praxis voranschreitet, doch darüber später. Das Mantra, mit dem
wir hier beginnen, lautet:

 

wir hier beginnen, lautet:

…AYÄM…


(Anmerkung des Übersetzers: Die Aussprache entspricht der des Englischen I AM – ICH BIN, welches der Autor im Original verwendet – doch sind wir einzig an den inneren Schwingungen des Lautes interessiert, wie das in den folgenden Zeilen auch deutlich wird.)
Wir werden uns während der Meditation nicht auf die Bedeutung des Mantras „I AM“ (AYÄM, ICH BIN) konzentrieren. Ohne Zweifel besitzt es eine heilige Bedeutung, insbesondere in der jüdisch/christlichen Tradition und birgt zudem Übereinstimmungen zu heiligen Lauten anderer Traditionen. Doch es ist der Klang, an dem wir interessiert sind, nicht seine Bedeutung. Es ist der Klang, den wir uns im Inneren nutzbar machen. Uns geht es um die tiefgründige Schwingungsqualität des Klanges, wenn er tief in Verstand und Nervensystem wirksam angewandt wird. Vielleicht sind diese tiefgreifenden Auswirkungen im Menschen auch der Grund dafür, dass I AM (AYÄM, ICH BIN) über Jahrhunderte hindurch verehrt wurde und wird. Was wir tun, ist Folgendes: Wir richten während der Praxis der Meditation unsere Aufmerksamkeit auf die korrekte Anwendung des Mantras. Damit erzielen wir die besten Resultate.
Finde einen ruhigen, angenehmen Ort, an dem Du (wenn nötig mit Rückenunterstützung) sitzen kannst. Wir wollen unnötige Ablenkungen vermeiden. Setze Dich einfach irgendwo hin und entspanne, wo Du Deine Augen für zwanzig Minuten schließen kannst, ohne unterbrochen zu werden

 

Wenn Du es dann bequem hast, schließe langsam Deine Augen. Du wirst Gedanken bemerken, Ströme von Gedanken. Das ist gut so. Beobachte sie nur, ohne Dich weiter um sie zndwo hin und entspanne, wo Du Deine Augen für zwanzig Minuten schließen kannst, ohne unterbrochen zu werden.

Wenn Du es dann bequem hast, schließe langsam Deine Augen. Du wirst Gedanken bemerken, Ströme von Gedanken. Das ist gut so. Beobachte sie nur, ohne Dich weiter um sieu kümmern. Nach etwa einer Minute beginne bedächtig den Gedanken einzubringen …AYÄM (I AM)… und ihn einfach und ohne Anstrengung in Deinem Geist zu wiederholen. Wandert Dein Verstand zu anderen Gedanken ab, wirst Du schließlich wahrnehmen, dass dies geschehen ist. Lass Dich dadurch nicht beunruhigen. Das ist nur natürlich. Wenn Dir auffällt, dass Du das Mantra nicht mehr wiederholst, bringe Dich auf sanfte Art wieder zu ihm zurück. Das ist alles, was Du zu tun hast. Wiederhole das Mantra mit Leichtigkeit, still im Inneren. Bemerkst Du, dass Du nicht mehr daran denkst, bringe Dich ebenso leicht wieder zurück zu ihm. Das Ziel ist nicht, bei ihm zu bleiben. Das Ziel ist, dem einfachen Vorgang des Mantra-Denkens zu folgen, es zu verlieren und wieder zu ihm zurückzukehren, wenn Du bemerkst, dass Du es verloren hast. Wehre Dich nicht dagegen, wenn das Mantra dazu tendiert, weniger deutlich zu werden. Das Mantra zu denken, muss nicht mit klarer Aussprache erfolgen. AYÄM (I AM) kann auf den unterschiedlichsten Ebenen Deines Verstandes und Nervensystems erfahren werden. Wenn Du zu ihm zurückkommst, dann auf einer Ebene, die Dir angenehm ist; plage Dich weder damit, eine klare Aussprache zu finden, noch lass Dich von einer verschwommenen irritieren.

Übe das für zwanzig Minuten und ruhe Dich dann noch einige Minuten mit geschlossenen Augen aus, bevor Du Dich wieder erhebst. 

Diese Übung sollte zweimal täglich ausgeführt werden - bevor Du Deinen Tag beginnst und vor Deinen abendlichen Aktivitäten. Auch ist es besser, vor den Mahlzeiten zu üben, da sich der Verdauungsprozess störend auf die Meditation auswirken kann. Nimm Dir vor, diese Übung für einige Monate auszuführen. Erwarte nicht gleich große Resultate. Du wirst aber bei anhaltender Übung über die Wirkung erstaunt sein, und das wird dich dann anspornen, weiterzumachen und andere Ebenen zu erreichen.

Yogini




 
 
 
 
 
 
 
Meditation Mannheim Heidelberg´